Die Universität im Bau

So wurde 1907 der Grundstein gelegt

Seit Beginn der 1960er Jahre erhoben sich neben den Erweiterungsbauten bereits bestehender Universitäten auch Neugründungen von Campusuniversitäten. Eine von diesen Neugründungen war die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Der Ausbau der bereits bestehenden medizinischen Akademie Düsseldorf zu einer Mehrfakultätenuniversität wurde im Jahr 1965 beschlossen. Bei der Heinrich-Heine-Universität wird von einer „schleichenden Gründung“ gesprochen. Die Bezeichnung betrifft in erster Linie bauliche und universitäre Entwicklungen nach der offiziellen Gründung. Das erste nichtmedizinische Institut war das der Philosophie. Dieses wurde 1963 gegründet. 1964 begannen schließlich die Planungen für eine spätere Volluniversität auf Landesebene.

Die naturwissenschaftlichen Disziplinen konnten das für sie vorgesehene Gebäude erst 1975 beziehen.

Der damalige Rektor Alwin Diemer forderte im Jahr 1968 eine eigenständige geisteswissenschaftliche Fakultät. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine medizinische und eine kombinierte geisteswissenschaftlich-naturwissenschaftliche Fakultät. In Düsseldorf konnte aufgrund der immer wieder modifizierten und nachgebesserten Pläne nicht so schnell gebaut werden wie beispielsweise in Bochum. Dies führte dazu, dass Räumlichkeiten in der Stadt angemietet werden mussten, um den Bedarf der Studierenden zu decken. Die ersten fertiggestellten Bauten waren zunächst nur Provisorien. Die naturwissenschaftlichen Disziplinen konnten das für sie vorgesehene Gebäude erst 1975 beziehen. 

Eine der besten Raumschöpfungen des Campus, inklusive der freiraumplanerischen Einbindung, ist das Ensemble um den Roy-Lichtenstein-Saal (Gebäude 22.01). Hier wurde keine Neugründung definiert, da das Gebäude die vorklinischen Studien beherbergt, d.h. zur Medizinischen Fakultät zählt. So bestand von Beginn an eine Kontinuität zu dem Klinikgelände. Vorbilder für den Bau waren die brutalistischen Großbauten von Kenzo Tange. 

Die 22er Gebäudegruppe beherbergt heute die Institute der theoretischen und vorklinischen Medizin. 1970 wurde die Institutsgruppe (22.01-22.05) als erster Neubau vollendet. Zu diesem Zeitpunkt trug die Universität noch den Titel „Universität Düsseldorf“. Im Jahr 1988 wurde die Universität offiziell nach dem in Düsseldorf geborenen Schriftsteller Heinrich Heine benannt. Im Jahr 2015 feierte die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ihr 50-jähriges Bestehen. 

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